Seit der Erkrankung an Multipler Sklerose im Jahr 2021 ist der Künstler gezwungen, den Tag langsam anzugehen. Durch diese Verlangsamung hat er eine andere Sicht auf das Leben gewonnen und betrachtet alles um sich herum mit neuen Augen. In der Serie »Vom Festhalten der Sekunde« rückt Jürgen Sobkowiak Alltägliches in den Mittelpunkt seiner Arbeiten. Er sucht die poetisch-flüchtigen Momente, das Besondere im Beiläufigen. Zugleich ist es eine Auseinandersetzung mit dem Festhalten der scheinbar endlosen Zeit und den Spuren, die sie – langsam zerrinnend – hinterlässt. Er nimmt die Position des stillen Beobachters ein, der sich in Detailbeobachtung seiner Umgebung ergeht und die scheinbare Banalität des Alltags erforscht. Unscheinbare Dinge öffnen den Blick auf das Profane und entfalten eine neue, ganz eigene Wirkungsebene. Die Serie befindet sich noch in der Entstehungsphase und umfasst derzeit 18 Arbeiten.

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