Bereits als Kind unterschied sich Jürgen Sobkowiak von den anderen Kindern. Anstatt sich vor Gruselgeschichten zu fürchten, suchte er Zuflucht und Trost bei ihnen. Die vermeintlich normalen Menschen bereiteten ihm eher Angst. Mit 14 Jahren las er seinen ersten englischen Schauerroman (Gothic Novel). Fortan faszinierte ihn die englische Schauerliteratur, die Mitte des 18. Jahrhunderts in England entstand und der grundsätzlich eine düster-pessimistische Weltanschauung zugeschrieben wird. In der Werkserie »Schlimmschwarz« (2016-2019) geht der Künstler dieser Faszination nach und thematisiert das Unheimliche, Abgründige und Groteske. Die Arbeiten erzählen von Tod und Einsamkeit, von der Magie des Grauens und dem Irrationalen: Sie erzeugen Unbehagen, Angst oder Abscheu und rufen gegensätzliche Gefühls- und Gemütszustände hervor. Neben Puppen- und Vanitas-Stillleben, enthält die Serie auch übermalte Schwarz-Weiß-Fotografien (darunter eine Post-Mortem-Fotografie).
Alexandra, Fotografie, 2017
Die dreitägige Finsternis, Fotografie, 2017
Merricat, o Merricat, übermalte Fotografie auf Hahnemühle Zeichenpapier, 2016 / 2026
Seelenflecken, Fotografie, 2017
Dissoziation, Fotografie, 2016
